Ratgeber · Google Unternehmensprofil
Ein Umzug ist der Moment, in dem viele Betriebe ohne es zu merken Sichtbarkeit verlieren. Nicht weil die neue Adresse schlechter wäre, sondern weil die Umstellung unsauber läuft und Google eine Weile nicht mehr weiss, wo ihr eigentlich seid.
Nicht neu anlegen
Der wichtigste Satz zuerst: Du legst keinen neuen Eintrag an. Du änderst den bestehenden. Am alten Eintrag hängen eure Bewertungen, euer Alter und eure Verlaufsdaten – alles Dinge, die sich nicht übertragen lassen und die ihr sonst verliert.
Das gilt auch dann, wenn ihr in eine andere Gemeinde zieht.
Die Reihenfolge
Ändere die Adresse im Google-Profil erst, wenn ihr tatsächlich dort seid oder das Schild hängt. Eine Prüfung, die eine leere Fläche findet, endet in der Sperrung.
Ändere danach zuerst die eigene Website. Impressum, Kontaktseite, Fusszeile, strukturierte Daten. Google holt sich von dort Bestätigung.
Dann die grossen Verzeichnisse: local.ch, search.ch, Apple Maps, Bing, die branchenspezifischen Portale.
Dann alles, was sonst noch die alte Adresse trägt: Social-Media-Profile, Rechnungsvorlagen, Mailsignatur, Fahrzeugbeschriftung, Google Ads.
Rechne mit zwei bis vier Wochen, bis sich das überall gesetzt hat. In dieser Zeit schwankt die Platzierung, das ist normal.

Was den Übergang abfedert
Lass die alte Adresse nirgends als zweite Variante stehen. Zwei Adressen gleichzeitig sind das, was Google am meisten verwirrt.
Schreib einen Beitrag im Profil über den Umzug, mit Datum und neuer Adresse. Das ist für Kunden nützlich und liefert Google ein zusätzliches Signal.
Lad neue Fotos hoch, die den neuen Standort zeigen, inklusive Aussenansicht mit Beschriftung.
Bitte die ersten Kunden am neuen Ort aktiv um eine Bewertung. Frische Bewertungen mit neuem Standortbezug beschleunigen die Neueinordnung.
Prüfe nach zwei Wochen die Statistik. Wenn Aufrufe und Routenanfragen deutlich eingebrochen sind und nicht zurückkommen, stimmt irgendwo noch die alte Adresse.
Wenn ihr in eine andere Gemeinde zieht
Dann ändert sich eure Reichweite tatsächlich. Ihr rankt künftig rund um den neuen Standort, nicht mehr um den alten. Das lässt sich nicht verhindern und ist kein Fehler in der Umstellung.
Wer Kunden in der alten Gemeinde behalten will, braucht dafür Inhalte: eine Seite auf der Website für die alte Region, Referenzen von dort, gegebenenfalls ein Dienstleistungsgebiet, das beide Orte umfasst.
Häufige Fehler
Die Adresse ändern, während eine Verifizierung oder Prüfung läuft.
Gleichzeitig Name und Kategorie mitändern. Mach einen Schritt nach dem anderen, sonst sieht die Prüfung einen komplett anderen Betrieb.
Die alte Adresse auf der Website vergessen, meist im Impressum oder in alten Blogbeiträgen.
Die Fahrzeugbeschriftung und Drucksachen vergessen. Das ist kein Google-Thema, aber Kunden finden darüber die falsche Adresse.
Was wir dabei übernehmen
Wo steht dein Betrieb heute?
Wir ziehen Umzüge über alle Plattformen durch und achten darauf, dass nirgends die alte Adresse stehen bleibt. Melde dich am besten, bevor ihr umzieht – die Reihenfolge entscheidet darüber, wie lange die Delle dauert.