Ratgeber · Öffnungszeiten

Öffnungszeiten überall gleichzeitig aktualisieren

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Es ist eine kleine Sache, die erstaunlich viel Schaden anrichtet: Ein Kunde steht vor verschlossener Tür, weil irgendein Portal noch die alten Zeiten zeigt. Das kostet den Auftrag und manchmal eine schlechte Bewertung dazu. Und es passiert fast immer dort, wo niemand hinschaut.

Wo deine Öffnungszeiten überall stehen

Mehr Orte, als die meisten denken. Google-Unternehmensprofil. Apple Maps. Bing Places. Facebook-Seite. Instagram-Profil, wenn verknüpft. local.ch. search.ch. Branchenportale. Bewertungsplattformen. Und die eigene Website, oft an zwei bis drei Stellen gleichzeitig: Kontaktseite, Fusszeile, strukturierte Daten.

Zehn bis fünfzehn Orte sind bei einem normalen Betrieb realistisch. Jede Änderung von Hand nachzuziehen dauert eine knappe Stunde – und genau deshalb wird es nicht gemacht.

Die Stellen, die am häufigsten vergessen gehen

Die strukturierten Daten auf der Website. Die sind im Quelltext und werden bei einer Änderung der sichtbaren Zeiten oft nicht mitgezogen. Google liest sie trotzdem.

Alte Verzeichniseinträge, die niemand mehr verwaltet, aber weiterhin ranken.

Die Facebook-Seite. Sie wird gepflegt, bis jemand das Unternehmen verlässt, und danach nicht mehr.

Automatisch erzeugte Einträge auf Portalen, die ihr nie angelegt habt.

Eine Änderung, alle Plattformen
Eine Änderung, alle Plattformen

Feiertage sind der eigentliche Stolperstein

Normale Öffnungszeiten ändern sich selten. Feiertage sind jedes Jahr anders, und in der Schweiz kommt die kantonale Regelung dazu: Was in Zug gilt, gilt in Zürich nicht.

Google bietet dafür spezielle Öffnungszeiten an, mit denen sich einzelne Tage abweichend hinterlegen lassen – im Voraus, für das ganze Jahr. Das ist die einzige Variante, die in der Praxis funktioniert, weil sich niemand am 1. August daran erinnert.

Trag sie einmal im Januar für zwölf Monate ein, inklusive der Tage zwischen Weihnachten und Neujahr und der Betriebsferien. Dann ist das Thema erledigt.

Was zentrale Pflege leistet

Statt jedes Portal einzeln zu bedienen, pflegst du die Zeiten an einer Stelle, und sie werden verteilt. Das ist der Kern dessen, was Listing-Management macht.

Der Vorteil ist nicht nur Zeit. Es ist Verlässlichkeit: Du musst nicht mehr wissen, wo ihr überall eingetragen seid, und niemand vergisst ein Portal, von dem er nichts wusste.

Nicht jede Plattform lässt sich automatisch bedienen. Für den Rest braucht es eine Liste, die abgearbeitet wird. Auch das ist besser, als sich darauf zu verlassen, dass es jemand im Kopf hat.

Wenn du es selbst machst

Führ eine Liste aller Orte, an denen eure Zeiten stehen. Das ist der ganze Trick.

Leg einen festen Moment fest, an dem sie durchgegangen wird: bei jeder Änderung und einmal im Januar für die Feiertage.

Gib die Aufgabe an eine Person, nicht an alle. Was alle machen, macht niemand.

Prüf danach stichprobenweise, ob die Änderung angekommen ist. Manche Portale brauchen Tage.

Häufige Fehler

Abweichende Zeiten für Telefon und Ladenlokal in dasselbe Feld schreiben. Trag die Zeiten ein, zu denen Kunden etwas von euch haben.

«Nach Vereinbarung» statt Zeiten. Google braucht Zeiten, sonst erscheint ihr bei Suchen mit Zeitbezug nicht.

Betriebsferien gar nicht eintragen. Dann steht dort «geöffnet», und jemand fährt hin.

Die Website vergessen, weil nur die Portale im Blick waren.

Was wir dabei übernehmen

Wo steht dein Betrieb heute?

Wir halten die Zeiten über alle Plattformen gleich und tragen die kantonalen Feiertage einmal im Jahr im Voraus ein. Das ist unspektakulär und einer der Punkte, an denen am meisten Anfragen verloren gehen.