Ratgeber · Mehrere Standorte

Mehrere Standorte in einem Google-Konto verwalten

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Ab dem zweiten Standort wird aus der Profilpflege eine Organisationsaufgabe. Wer das nicht strukturiert, hat nach zwei Jahren fünf Profile mit vier Schreibweisen, drei Verantwortlichen und einer unbeantworteten Bewertung von letztem Sommer.

Ein Profil pro Standort

Die Grundregel: jeder Standort, an dem Kunden bedient werden, bekommt ein eigenes Profil. Nicht ein Profil für die Firma und darin eine Aufzählung der Filialen.

Jedes dieser Profile braucht eine eigene Adresse, eine eigene Telefonnummer – idealerweise die Durchwahl des Standorts, nicht die Zentrale – und eigene Öffnungszeiten.

Was nicht erlaubt ist: ein zweites Profil für dieselbe Adresse, nur mit anderer Leistung. Ein Betrieb, der an einem Ort sowohl Sanitär als auch Heizung macht, bleibt ein Profil mit zwei Kategorien.

Die Struktur im Konto

Google bietet Gruppen, in denen mehrere Standorte gebündelt werden. Das lohnt sich ab etwa drei Standorten.

Der Vorteil: Rechte werden einmal vergeben und gelten für die ganze Gruppe. Jemand kündigt, du entziehst den Zugang an einer Stelle statt an acht.

Die Inhaberschaft liegt auf einem Firmenkonto, nicht bei einer Person. Die Filialleitung bekommt Verwalterrechte für ihren Standort. Agenturen bekommen ebenfalls Verwalterrechte, nie die Inhaberschaft.

Ab etwa zehn Standorten lohnt sich der Blick auf die Massenverwaltung, bei der Daten über eine Tabelle gepflegt werden.

Was zentral bleibt und was lokal
Was zentral bleibt und was lokal

Was zentral bleibt und was nicht

Zentral: Firmenname, Schreibweise, Logo, Beschreibungstext als Vorlage, Kategorien, Leistungen, Markenfotos, der Umgang mit Bewertungen.

Lokal: Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos vom konkreten Standort und vom Team, Beiträge mit lokalem Bezug, Antworten auf Bewertungen.

Der häufigste Fehler ist, alles zentral zu machen. Dann sehen alle Profile gleich aus, die Fotos stammen aus der Bildagentur, und die Beiträge haben keinen Ortsbezug. Genau das kostet Platzierung, denn Google bewertet lokale Relevanz.

Der zweithäufigste Fehler ist das Gegenteil: jeder macht, was er will, und der Firmenname steht in fünf Varianten im Netz.

Bewertungen über mehrere Standorte

Bewertungen gehören zum einzelnen Standort, nicht zur Firma. Ein starkes Profil in Zürich hilft Luzern nicht.

Deshalb braucht jeder Standort seinen eigenen Rhythmus beim Einsammeln. Und jeder braucht eine zuständige Person für Antworten. Zwei Wochen alte unbeantwortete Kritik ist an jedem Standort gleich schlecht.

Legt eine kurze Vorlage für Antworten an, die lokal angepasst wird. Nicht eine Textbausteinsammlung, die alle gleich klingen lässt.

Was sich messen lässt

Vergleicht die Standorte untereinander: Aufrufe, Anrufe, Routenanfragen, Website-Klicks. Wenn ein Standort deutlich abfällt, liegt das selten an der Lage und meistens an Pflege: fehlende Fotos, falsche Öffnungszeiten, keine Beiträge, unbeantwortete Bewertungen.

Dieser Vergleich ist das nützlichste Steuerungsinstrument, das ihr habt, und er kostet nichts.

Was wir dabei übernehmen

Wo steht dein Betrieb heute?

Wir strukturieren Mehrstandort-Konten, vergeben Rechte sauber und halten die zentralen Angaben gleich, während die lokalen Inhalte lokal bleiben. Dazu bekommt ihr einen Vergleich über alle Standorte, aus dem hervorgeht, wo Pflege fehlt.