Ratgeber · Google Maps Ranking
Die häufigste Selbstprüfung geht so: Firmennamen googeln, oben stehen, zufrieden sein. Das sagt leider gar nichts. Dieser Artikel zeigt, warum, und wie du stattdessen zu einer belastbaren Antwort kommst.
Warum deine eigene Suche täuscht
Google personalisiert. Was du siehst, ist von drei Dingen verzerrt.
Dein Standort. Suchst du im eigenen Betrieb, stehst du zwangsläufig weit oben, weil du direkt daneben bist. Zwei Kilometer weiter sieht das Ergebnis anders aus.
Dein Verlauf. Google weiss, dass du deine eigene Firma oft aufrufst, und zeigt sie dir bevorzugt.
Dein Gerät und dein Konto. Angemeldet, auf dem Firmen-WLAN, mit euren Suchanfragen im Rücken – das ist kein neutraler Blick.
Deshalb ist der Satz «ich stehe auf Platz eins» meistens falsch. Nicht gelogen, nur gemessen mit dem falschen Instrument.
Das Ranking hängt am Standort des Suchenden
Lokale Ergebnisse sind kein fester Platz, sondern eine Karte. Dieselbe Suchanfrage liefert in drei Strassen Entfernung ein anderes Resultat.
Praktisch heisst das: Du hast nicht ein Ranking, sondern ein Gebiet, in dem du sichtbar bist, und einen Rand, an dem du verschwindest. Die interessante Frage ist nicht «welcher Platz», sondern «wie weit reicht es».

Wie du sauber misst
Im privaten Fenster und abgemeldet suchen. Das entfernt den Verlauf, nicht den Standort.
Mit verschiedenen Standorten prüfen. Fahr an zwei, drei Punkte im Einzugsgebiet und such dort. Umständlich, aber ehrlich.
Nicht den Firmennamen suchen, sondern die Leistung. «Sanitär Notfall Zug» statt «Müller Sanitär». Wer euch mit Namen sucht, kennt euch schon.
Mehrere Begriffe prüfen, die Kunden tatsächlich benutzen, nicht die, die ihr intern verwendet.
Immer gleich messen. Dieselben Begriffe, dieselben Punkte, derselbe Rhythmus. Ein Wert ohne Vergleich ist wertlos.
Die Zahlen, die mehr sagen als jedes Ranking
Dein Google-Profil liefert Daten, die nicht verzerrt sind. Darin steckt die eigentliche Antwort.
Aufrufe, getrennt nach Suche und Karte.
Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks. Das sind Handlungen, keine Eindrücke – und damit der ehrlichste Massstab.
Die Aufteilung zwischen Suchen nach eurem Namen und Suchen nach eurer Leistung. Dieser Punkt ist der wichtigste überhaupt: Wenn fast alle Aufrufe aus Namenssuchen kommen, erreicht ihr nur Leute, die euch ohnehin kennen. Wächst der Anteil der Leistungssuchen, wächst eure echte Sichtbarkeit.
Die Suchbegriffe, über die Leute im Profil landen.
Wie oft prüfen
Einmal im Monat reicht. Lokale Ergebnisse schwanken täglich, und wer wöchentlich misst, reagiert auf Rauschen statt auf Entwicklung.
Vergleich immer mit dem Vormonat und mit demselben Monat im Vorjahr, sobald du die Daten hast. Saisonale Gewerbe sehen sonst Einbrüche, wo keine sind.
Was du mit dem Ergebnis machst
Bist du im direkten Umfeld sichtbar, aber nicht in den Nachbarorten, liegt das an der Distanz – dagegen hilft nur Bekanntheit: Bewertungen, Erwähnungen, Inhalte mit Ortsbezug.
Bist du auch im direkten Umfeld nicht sichtbar, stimmt etwas am Profil: Kategorie zu allgemein, Leistungen leer, zu wenige Bewertungen, Daten inkonsistent.
Hast du viele Aufrufe, aber kaum Anrufe, ist nicht die Sichtbarkeit das Problem, sondern was die Leute sehen: Fotos, Bewertungen, Öffnungszeiten.
Was wir dabei übernehmen
Wo steht dein Betrieb heute?
Wir messen aus mehreren Punkten im Einzugsgebiet statt vom Bürostuhl aus und zeigen dir monatlich, wie weit deine Sichtbarkeit reicht und ob der Anteil der Leistungssuchen wächst. Das ist die Zahl, an der sich alles andere messen lässt.