Ratgeber · Lokale Sichtbarkeit
Google stellt diese Frage selbst in den Ergebnissen, und die meisten Antworten darauf sind entweder Werbung oder Allgemeinplätze. Hier ist der Ablauf, der in der Praxis funktioniert, mit den Zeiträumen, die realistisch sind.
Zuerst: welche Sichtbarkeit meinst du?
Es gibt drei verschiedene Dinge, die oft in einen Topf geworfen werden.
Die Karte mit den drei lokalen Treffern. Das ist der Bereich, der bei Suchen mit Ortsbezug ganz oben steht. Hier entscheidet dein Unternehmensprofil.
Die normalen Suchergebnisse darunter. Hier entscheidet deine Website.
Die Anzeigen ganz oben. Die sind käuflich und haben mit den beiden anderen nichts zu tun.
Für die meisten lokalen Betriebe ist die Karte der wichtigste Hebel, weil dort die Leute mit konkretem Bedarf landen.
Die Reihenfolge
Profil anlegen und verifizieren. Ohne das passiert nichts. Rechne mit ein bis drei Wochen, je nach Verfahren.
Grunddaten vollständig und korrekt: Name ohne Zusätze, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Hauptkategorie, Website.
Kategorien schärfen. Die Hauptkategorie hat überproportional viel Einfluss. Zu allgemein gewählt kostet mehr Sichtbarkeit als alles andere auf dieser Liste.
Leistungen eintragen. Was ihr macht, in den Worten, die Kunden benutzen.
Fotos. Echte Bilder vom Betrieb, vom Team, von der Arbeit. Keine Bildagentur.
Bewertungen aufbauen. Das ist der langsamste und wirksamste Teil. Ein paar Bewertungen pro Monat, dauerhaft, schlagen jede Einmalaktion.
Auf Bewertungen antworten. Alle, kurz.
Regelmässig Beiträge posten. Sie bringen wenig Klicks und zeigen Google, dass das Profil gepflegt wird.
Die Angaben auf andere Plattformen bringen: local.ch, search.ch, Apple Maps, Bing.
Die eigene Website in Ordnung bringen: schnell, auf dem Handy brauchbar, mit der Adresse im Impressum und auf der Kontaktseite.

Wie lange es dauert
Die ersten Wochen passiert sichtbar wenig. Das ist normal und kein Fehler.
Nach ein bis zwei Monaten mit regelmässiger Pflege zeigen sich erste Bewegungen in der Statistik, meist zuerst bei den Aufrufen, dann bei Anrufen und Routenanfragen.
Nach einem halben Jahr konsequenter Arbeit ist der Unterschied deutlich. Das ist kein Verkaufsargument, sondern der Grund, warum Einmalaktionen nichts bringen.
Was nicht funktioniert
Keywords in den Firmennamen schreiben. Kurzfristig wirksam, langfristig ein Sperrgrund.
Bewertungen kaufen. Google erkennt das Muster, und das Risiko trifft das ganze Profil.
Mehrere Profile anlegen, um mehr Fläche zu belegen.
Adressen mieten, um in einer grösseren Stadt zu ranken.
Alles an einem Tag machen und dann ein Jahr nichts.
Woran du siehst, dass es wirkt
Nicht an der Platzierung, die du selbst siehst – die ist von deinem Standort und deinem Verlauf verfälscht. Sondern an den Zahlen im Profil: Aufrufe, Anrufe, Routenanfragen, Website-Klicks, und wie viele davon über Suchen kommen, bei denen jemand nicht nach eurem Namen gesucht hat.
Dieser letzte Punkt ist der eigentliche Massstab. Wer euch mit Namen sucht, kennt euch schon.
Was wir dabei übernehmen
Wo steht dein Betrieb heute?
Wir machen genau diese Liste, laufend statt einmal, über alle relevanten Plattformen – und zeigen dir monatlich, was sich in deinen Zahlen bewegt hat.